Jugireise 2021: „Detektiv-Trail“ in Arbon

Es ist eine bunte Kinderschar, die sich an diesem Samstagmorgen, 11. September, beim Schäfliplatz trifft. Obwohl: So bunt ist sie ja eigentlich nicht – hat sich doch ein jedes ins knallgrüne Jugi-Shirt geworfen. Wohin es heute gehen soll, wissen nur die vier erwachsenen Begleitpersonen – für die Kids ist es eine Überraschung. Eine Überraschung, deren erster Teil schon bald gelüftet wird. Taucht doch plötzlich eine Pferdekutsche auf und wenig später auch eine zweite. „Ross und Wagen“ werden also heute für die Mobilität sorgen. Um Punkt 09.00 Uhr heisst es „Einsteigen bitte“ und die beiden Zweispänner nehmen Fahrt auf, fürs Erste einmal in Richtung Goldach. In gemütlichem Tempo rollen wir durch den Wald abwärts und sorgen durchaus für eine gewisse Entschleunigung auf der Strasse.

„Wohin fahren wir denn nun?“, wollen die Kinder natürlich bald einmal wissen. Dass es bis nach Dänemark ginge, glauben sie dann partout nicht. Das wäre doch viel zu weit, vor allem in diesem Tempo. Und die Geschwindigkeit, oder besser gesagt die nicht vorhandene Geschwindigkeit, ist tatsächlich faszinierend. Wenn man bedenkt, dass die Pferdekutsche für ganz lange Zeit als sehr schnelles und praktisches Verkehrsmittel galt, wird der Wandel der Geschichte richtiggehend spürbar.

Irgendwann werden die jungen Passagiere kreativ. Nachdem uns ein bestimmt 50-köpfiger Veloclub überholt, entsteht die Idee, alle Personen zu zählen, die uns zurückwinken. So kommen wir am Ende auf über 120 „Wink-Einheiten“. Die Kutschenfahrt endet nämlich nach ungefähr anderthalb Stunden in Arbon bei der Mosterei Möhl (und somit tatsächlich nicht in Dänemark – die Kinder hatten Recht).

Hier teilt sich die Reisegruppe nach einem Znüni in vier kleinere Gruppen auf. Im Abstand von einer Viertelstunde machen sie sich auf den „Detektiv-Trail“. Auf diesem gibt es viel über den Obstbau und über Wildbienen zu erfahren und ausserdem muss immer wieder einmal ein Rätsel gelöst werden – einige davon ganz schön knifflig. Beim Mittagshalt im Wald bräteln wir unsere Würste auf dem Grill und der jüngste Leiter wird von der Kinderschar ganz schön belagert – Jason übernimmt die Rolle des Animators aber sehr gerne und begeistert die Kids mit seinen Spielideen.

Am Schluss des Trails sind wir wieder beim Ausgangspunkt und kommen zu einer Schatztruhe. Hier können wir den Code eingeben, den wir aufgrund der gelösten Rätsel herausgefunden haben. Für alle Teilnehmenden gibt es ein kleines Geschenk aus der Truhe. Danach toben sich alle noch auf dem «Apfel-Spielplatz» aus, bevor sie von den Eltern abgeholt werden und wieder nach Hause «müssen». Ein erlebnisreicher, spannender und cooler Tag ist Geschichte – einer, der nach Meinung eines Mädchens «nie hätte zu Ende gehen dürfen.»

Leitungsteam Jugireise:
Sybille Leutenegger
Fabienne Egeter
Jason Leutenegger
David Widmer (Bericht)